Unterwegs auf den Berufsrouten – Berliner Jugendliche sind begeistert

Unterwegs auf den Berufsrouten – Berliner Jugendliche sind begeistert

Medienbildung Mobiles Lernen

Seit dem Sommer 2016 spielen junge Menschen erfolgreich die Berliner Berufsrouten. Das Projekt von BWK und mediale pfade bringt Berufsinformationen auf eine Karte und die Jugendlichen so in ein stadtweites Spielfeld. Alle Videos wurden von Jugendlichen für Jugendliche produziert und sind mobil auf Tablets und Handys verfügbar.

In der Berliner Berufsorientierung tut sich was! Seit das durch die Berliner Wirtschaft geförderte Berliner-Berufsrouten-Projekt im April 2015 gestartet ist, wurden bereits Materialien zu 16 Ausbildungsberufen mit Berliner Schulen multimedial produziert – von Jugendlichen für Jugendliche! In den kommenden Monaten werden in 6 weiteren Medienwerkstätten Videos, Audiomaterial und Texte zu weiteren 24 Ausbildungsberufen entstehen. Dieses Material steht dann dauerhaft für die digitale Berufsorientierung zur Verfügung.

Das Ansetzen an der Lebenswirklichkeit junger Menschen macht die Berliner Berufsrouten zu etwas Besonderem. Denn die Jugendlichen erarbeiten sich die unterschiedlichen Ausbildungsberufe mit Tablet, Smartphone und GPS selbständig – mobil, vor Ort, in der ganzen Stadt. 400 Berliner Schülerinnen und Schüler haben die interaktive Berufe-Challenge der Berliner Berufsrouten bereits gespielt – und waren begeistert!

Frau Book, Lehrerin an der Ferdinand-Freiligrath-Schule, hat ein Team ihrer SchülerInnen bei der Berufe-Challenge begleitet und erzählt: “Die Jugendlichen waren kaum zu bremsen. Was mich wirklich erstaunt hat, war der Wille, sich auch bei Minusgraden beruflich zu orientieren. Ungefähr zur Hälfte der Spielzeit schlug ich wegen der Kälte vor, uns kurz in einem Geschäft aufzuwärmen, aber das kam für die Jugendlichen nicht in Frage – sie wollten unbedingt weiter, um die nächsten Stationen zu absolvieren! Es war eine tolle Erfahrung.”

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“Die Berliner Berufsrouten sind wie Pokemon Go – nur dass man anstatt Monstern Berufe jagt!”
Mohammed, ein Teilnehmer der Berufe-Challenge

Die Berufsrouten können über App oder Webseite gespielt werden

Die Berufsrouten können als Berufe-Challenge mittels einer App oder direkt über die Berliner-Berufsrouten-Webseite gespielt werden.

Die App-Version ist ein komprimiertes Spielangebot in der Berliner Innenstadt und wird für die Länge der Projektlaufzeit exklusiv von den Projektpartnern für Berliner Schulklassen angeboten – es kann nur mit unserem Berufsrouten-Spielleiter und entsprechenden Zugangsdaten gespielt werden. Dabei bewegen sich die Teilnehmenden 120 Minuten lang auf einem Spielfeld durch die Stadt – mit Tablets ausgestattet wählt jedes Team seine eigene Route und beantwortet entlang dieser Fragen zu den Berufen und zur Stadt. Mit richtigen Antworten werden Punkte gesammelt, zum Schluss werden die Teams ausgewertet – der Wettkampf ist dabei eine besondere zusätzliche Motivation.

Mustafa, ein Teilnehmer der Berufe-Challenge, war überrascht von der Vielzahl unterschiedlicher Ausbildungsberufe: “Es gibt noch eine Milliarde Berufe, die ich kennenlernen muss!” Und Elif war nach dem Spielen der Routen klar: “Ich schwöre, Fachinformatikerin ist mein Ding.”

Gleichzeitig können die Berufsrouten von allen Interessierten auch über den Browser und die  Webseite http://berliner-berufsrouten.de gespielt und geteilt werden. Dort stehen alle Materialien zu den Berufen jederzeit und dauerhaft zur Verfügung, der Zugang funktioniert ohne Anmeldung. Bewegt man sich mit Smartphone oder Tablet an den Startpunkt einer der Routen, so wird diese über GPS ausgelöst und das Spiel kann beginnen. Die Berufsrouten können hierbei einzeln oder als Gruppe gespielt werden. So möchte beispielsweise Melanie, eine Teilnehmerin der Berliner Berufsrouten, die Routen nochmals mit ihrer Mutter spielen, damit auch die sich besser mit aktuell angebotenen Ausbildungsberufen auskennt.  

Die Berliner Berufsrouten aktivieren und motivieren spielerisch zur Berufsorientierung

Über die Berliner Berufsrouten werden die Jugendlichen aktiviert, ihren Kiez zu verlassen, und erhalten auf spielerische Weise Anregungen zur beruflichen Orientierung. Dazu kommen Jobtalks, Ausbildungsbörsen und Jobsafaris, die den Kontakt und Austausch zwischen Berliner Jugendlichen und Ausbilderinnen und Ausbildern unterstützen und der weiterführenden Berufsorientierung dienen.

Die Berliner Wirtschaft finanziert Projekte der beruflichen und akademischen Bildung und des Wissenstransfers sowie der Integration von Flüchtlingen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Die Berliner Berufsrouten wurden in der ersten Förderperiode aus einer Vielzahl eingereichter Projektideen als eines der wirtschaftsgeförderten Bildungsprojekte ausgewählt. Sie werden vom Bildungsträger “BildungsWerk in Kreuzberg” in Kooperation mit “mediale pfade.de – Agentur für Medienbildung” als medienpädagogischem Partner umgesetzt.

Wenn Sie mit Ihrer Schule, Jugendeinrichtung oder Ihrem Unternehmen an einer Medienwerkstatt teilnehmen oder die Berufe-Challenge spielen möchten, wenden Sie sich doch direkt an unseren Kollegen Herrn Khalid Sharif vom BildungsWerk in Kreuzberg (Kontakt: sharif@bwk-berlin.de). Er spricht mit Ihnen gern über das Projekt und vereinbart einen individuellen Spieltermin. Falls Sie Fragen zur medienpädagogischen Seite der Berliner Berufsrouten haben, sprechen Sie gerne die Projektverantwortliche bei mediale pfade.de, Dr. Anja Gebel, an (Kontakt: anja.gebel@medialepfade.de). 

 

Weitere Informationen:

http://berufsrouten.de/
http://www.medialepfade.de/medienbildung/mobiles-lernen/berliner-berufsrouten-die-routen-zur-ausbildung/
https://www.youtube.com/channel/UCr_4WgP2nfuIlZpBpaxJbFA
https://www.ihk-berlin.de/presse/Zeitschrift_Berliner_Wirtschaft/BERLINER_WIRTSCHAFT_Archiv/BERLINER_WIRTSCHAFT_2015/BERLINER-WIRTSCHAFT_11_2015/Berufsrouten-Per-Navigation-zur-passenden-Ausbildung/2794672
http://www.bwk-berlin.de/berliner-berufsrouten

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DATA RUN auf der re:publica 2016

DATA RUN auf der re:publica 2016

Medienbildung open education


DATA RUN ist ein Alternate Reality Game, das Jugendlichen einen spielerischen Zugang zum Thema Überwachung und Datenschutz geben soll. Konzipiert wurde das Spiel für Schulklassen und findet seit Februar wöchentlich in den Räumlichkeiten des Deutschen Technikmuseums statt (zum Artikel). Während der re:publica gibt es nun bei zwei Durchführungen die Möglichkeit für Jugendliche (03.05.) und für Multiplikator*innen (04.05.), das Spiel live zu erleben und mit den Machern ins Gespräch zu kommen.

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Handbuch Jugend-Hackathons veröffentlicht

Handbuch Jugend-Hackathons veröffentlicht

open education

Mittlerweile gibt es Jugend hackt im vierten Jahr. Wir haben sieben Veranstaltungen organisiert und gezeigt, dass Hackathons auch als Format für junge Menschen funktionieren. Während dieser aufregenden Zeit konnten wir viele Erfahrungen sammeln, haben an der ein oder anderen Stelle nachgebessert und wahnsinnig viel gelernt. Es liegt im Selbstverständnis der Open Knowledge Foundation Deutschland und von mediale pfade dieses Wissen für alle zugänglich und nachnutzbar zu machen. Wir (also Maria, Daniel und Paula) haben deshalb einen Praxisleitfaden für die Veranstaltung von Jugend-Hackathons geschrieben. Wir hoffen, dass wir damit noch mehr Menschen inspirieren dieses Format auszuprobieren und in der Bildungsarbeit einzusetzen.

Das Handbuch gibt es als Printversion und als PDF. Wir möchten aber auch, das andere die Möglichkeit haben an dem Handbuch weiter zu arbeiten und dessen Inhalte weiter zu denken. Deshalb gibt es eine weitere Version als OER (open educational ressources) als GitHub Repository und GitHub Page. Wir freuen uns über ganz viel Feedback und neue Hackathons!

PDF GitHub Repository GitHub Page

Außerdem möchten wir noch ein paar Leuten danken, die uns bei dem Handbuch unterstützt haben. Robert und Juka für das tolle Lektorat, Martina von glashaus4 für das wunderschöne Design und dem Jugend hackt Mentor Andreas für die schicke Umsetzung als GitHub Page. Außerdem danken wir der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin, die das Handbuch im Rahmen des Jugend-Demokratiefonds Berlin gefördert hat.

Die Abschlußpräsentationen von Jugend hackt 2015

Die Abschlußpräsentationen von Jugend hackt 2015

open education

135 Jugendliche, begleitet von 48 Mentorinnen und Mentoren in 26 Projekten – das war Jugend hackt 2015 in Zahlen.

Im Video sieht das so aus – die Präsentation aller Projekte inklusive der Preisverleihung:

Vielen Dank an dieser Stelle auch nochmal an rocketbeans.tv – live haben 400 Menschen vor Ort und 4000 im Livestream zugeschaut und sich an den tollen Ideen und Umsetzungen der Jugendlichen erfreuen können.

Leider ist die Plattform für das Publikumsvoting unter dem Ansturm ausgefallen – dort lässt sich weiter abstimmen und so ablesen, welche Projekte beim Publikum besonders ankommen. Wir werden keinen Preis mehr vergeben, aus verschiedenen Gründen (insbesondere: Wann wäre der fairste Zeitpunkt, den Vote zu schließen auf welcher Grundlage?) und legen da eh nicht den besonderen Fokus darauf – uns als Veranstalter sind weiterhin alle Projekte gleich viel wert!

rbb Inforadio-Sendung zur Code Week

rbb Inforadio-Sendung zur Code Week

open education

Anlässlich der Code Week hat das rbb Inforadio unter dem Titel „Das neue ABC? – Coding gehört die Zukunft“ mit verschiedenen Gästen, darunter Daniel Seitz von mediale pfade und Maria Reimer, Jugend hackt/Open Knowledge Foundation diskutiert.

Die gesamte Aufzeichnung finden Sie hier.

Auch in dieser Sendung erstreckte sich die Bandbreite von „Jeder sollte programmieren können“ bis „wir brauchen gute Anwender, keine Programmierer“ – was denken Sie?