Die Berliner Berufsrouten gehen in die Verlängerung – und starten durch!

Die Berliner Berufsrouten gehen in die Verlängerung – und starten durch!

Das von der Berliner Wirtschaft geförderte Projekt  „Berliner Berufsrouten – die Routen zur Ausbildung“ feierte am 27. April 2017 im BildungsWerk in Kreuzberg (BWK) seinen Auftakt. Nach der Pilotphase geht das Kooperationsprojekt von BWK und mediale pfade.de – Agentur für Medienbildung nun in die Verlängerung und startet durch. Als Gäste konnten zahlreiche Lehrer*innen, Vertreter*innen von Betrieben und ihre Auszubildenden, Schüler*innen sowie in der Berufsorientierung tätige Multiplikator*innen begrüßt werden.

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Nachdem Projektleiter Khalid Sharif vom BWK die Veranstaltung eröffnet hatte, stellte Herr Dr. Constantin Terton, Bereichsleiter Fachkräfte & Innovation der IHK Berlin, zunächst das Förderprogramm der Berliner Wirtschaft vor, über das die Berufsrouten finanziert werden. „Die Berliner Berufsrouten haben die Berliner Wirtschaft überzeugt, da sie eindrucksvoll zeigen, wie innovative Berufsorientierung im Zeitalter der Digitalisierung funktionieren kann: nämlich durch ein spielerisches Konzept, mit dem sich Jugendliche über Smartphone und Tablet gemeinsam über die duale Berufsausbildung informieren können“, so Dr. Terton. „Über die App lernen die Schüler die große Vielfalt der Ausbildungsberufe und Unternehmen in Berlin kennen, die ihnen häufig gar nicht bewusst ist.“

Daniel Seitz, Geschäftsführer von mediale pfade.de, stellte Ziele, Vorgehen und Wirkweise des Projekts “Berliner Berufsrouten” vor und ging dabei insbesondere auf den medienpädagogischen Einsatz von digitalen Geräten, Spielkonzept und interaktiver Online-Karte ein. Ebenso erläuterte er die Vorteile der Produktion von geeigneten Informationsmaterialien aus der Perspektive Jugendlicher. Das Konzept „von Jugendlichen für Jugendliche“ sei sehr gut aufgegangen.

Khalid Sharif berichtete anschließend über die positiven Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Schulen und Betrieben. ”Das Ziel, die Jugendlichen zu aktivieren und zu motivieren bzw. Neugier zu wecken und Vorurteile gegenüber einzelnen Ausbildungsberufen abzubauen wurde zu 100% erreicht.” Positiv äußerte sich auch Herr Krieger vom Palace Hotel über die Teilnahme seines Unternehmens an den Berliner Berufsrouten und stellte das Informationsvideo zum dort angebotenen Ausbildungsberuf “Koch/Köchin” vor. Ludmila Listkova, Auszubildende bei der DAK Gesundheit, berichtete mit Freude über ihren Auftritt im Informationsvideo zum Beruf der Kauffrau/des Kaufmanns im Gesundheitswesen.

„Es hat uns großen Spaß gemacht, wir haben neue Berufe und neue Orte in Berlin kennengelernt“

Höhepunkt war die Auszeichnung der Klasse 9.4 der Hedwig-Dohm-Schule in Moabit, die bei der GPS-geführten Schnitzeljagd zur Berufsorientierung mit zwei besonders starken Mädchengruppen gepunktet hatte. „Es hat uns großen Spaß gemacht, wir haben neue Berufe und neue Orte in Berlin kennengelernt“, so die Klassensprecherin. Die (Web)App der Berliner Berufsrouten führt per Smartphone oder Tablet zu den Berliner Ausbildungsunternehmen und stellt Fragen und Aufgaben zu verschiedenen Berufsbildern – die Berufsorientierung findet spielerisch statt, während die Jugendlichen aktiv in der Stadt unterwegs sind. Als Preis erhielt die Klasse einen Gutschein für einen Besuch im Berlin Dungeon.

Die Berliner Wirtschaft finanziert Projekte der beruflichen und akademischen Bildung und des Wissenstransfers sowie der Integration von Flüchtlingen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. “Berliner Berufsrouten” wurde in der ersten Förderperiode aus einer Vielzahl eingereichter Projektideen als eines der wirtschaftsgeförderten Bildungsprojekte ausgewählt. Zu Ende der neuen Projektphase werden Informationen zu insgesamt 40 Ausbildungsberufen digital zur Verfügung stehen und können jederzeit von Interessierten gespielt werden.

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Weitere Informationen zu den Berliner Berufsrouten:

 

Über den Author

Dr. Anja Gebel Anja Gebel ist seit 2013 für “mediale pfade” im Bereich der (netz)politischen Bildung und Berufsbildung tätig. Sie hat Erfahrung in der Vereinsorganisation und im Projektmanagement und begeistert sich besonders für politische Bildungsarbeit und internationale Zusammenarbeit. Als ausgebildete Politikwissenschaftlerin schloss sie 2013 ihr PhD-Studium in Internationalen Beziehungen an der Aberystwyth University in Wales ab, wo sie auch jahrelang als Forschungs- und Lehrassistentin arbeitete.

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